Sonnencreme selber machen: Leichter als gedacht

Wusstest du, dass viele im Handel erhältlichen Sonnenschutz-Produkte schädlich sein können? Deshalb wollen wir jetzt unsere Sonnencreme selber machen.

Das geht sogar viel leichter, als du vielleicht denkst.

Du darfst aber bitte nicht dem Irrglauben unterliegen, du könntest deine Sonnencreme komplett frei von mineralischen Filtern herstellen kannst.

Natürliche Produkte bieten zwar tatsächlich einen gewissen Schutz gegen UVB-Strahlen, sie schützen dich aber leider nicht vor den schädlichen UVA-Strahlen.

Außerdem bekommst du auf ganz natürliche Weg leider keinen ausreichenden Schutz zusammen.

Trotzdem will ich dir hier zeigen, wie du dir deinen Sonnenschutz so natürlich wie möglich selbst machen kannst.

Übrigens wird es auf meiner Seite immer wieder Artikel zu ähnlichen Themen geben. Wenn du nichts mehr verpassen und obendrein auch noch mein Home Spa Starter Kit haben möchtest, dann trag dich gleich hier ein.

Vorher aber noch ein paar Worte.

ÖL LÄSST DICH SCHWITZEN

Du kennst das bestimmt.

Wenn du dich im Hochsommer mit einer sehr fettenden oder öligen Creme einschmierst, dann schwitzt du noch mehr als ohne.

Das ist auch ganz klar.

Die Cremes bzw. Öle hinterlassen einen Schutzfilm auf deiner Haut.

Sie wirken schwer und bringen dich durch ihre Konsistenz zum Schwitzen.

Gele hingegen sind leicht und sehr angenehm.

Sie kühlen deine Haut sogar ein wenig.

Nicht umsonst wird auch Aloe Vera Gel schon gerne zu After Sun Produkten verarbeitet.

Es fühlt sich einfach gut an und beschwert nicht.

Wenn wir unsere Sonnencreme also schon selbst herstellen, können wir auch darauf achten, dass wir uns eine nicht zu schwere Creme herstellen, oder einfach gleich ein Gel machen.

DER INHALTSSTOFF, DER DICH SCHÜTZT

Bevor wir zum eigentlichen Rezept kommen, verrate ich dir noch, welchen Inhaltsstoff wir verwenden, um dich vor UVB- und UVA-Strahlen zu schützen.

Es handelt sich um Zinkoxid.

Damit die Partikel dieses Inhaltsstoffes nicht in deine Haut eindringen können – denn sonst würden wir erst wieder eine schädliche Sonnencreme herstellen – verwende hier bitte ein Produkt, das keine zu kleinen Partikel enthält.

Die einzelnen Partikel sollten idealerweise 330nm groß oder größer sein.

DIE DOSIERUNG DES ZINKOXIDS

Um einen ausreichenden Schutz zu haben, solltest du zumindest 20 Prozent Zinkoxid verwenden.

20 Prozent geben dir einen Lichtschutzfaktor (LSF) von ungefähr 20.

Bei 15 Prozent Zinkoxid hast du einen LSF von ungefähr 15.

ANDERE WIRKSTOFFE

Es gibt dann eben noch die natürlichen Inhaltsstoffe für deinen Lichtschutz.

Du kannst diese Produkte verwenden, um deine Sonnencreme stärker zu machen und deine Haut zu nähren.

Verlasse dich aber bitte nicht nur auf diese Inhaltsstoff, da sie – wie gesagt – nicht alle UV-Strahlen abhalten und zudem viel zu schwach sind.

KOKOSÖL

Kokosöl hat einen LSF von ungefähr 7.

Außerdem hat es den Vorteil, dass es deine Haut auch vor Pilzen, Bakterien und Ungeziefern schützen kann.

SHEABUTTER

Sheabutter schützt deine Haut mit einem LSF von rund 4.

Sie macht deine Haut geschmeidig, fühlt sich angenehm an, lässt dich im Sommer aber doch ein wenig schwitzen, da sie einen Film auf der Haut hinterlässt.

SESAMÖL

Sesamöl soll bis zu 30 Prozent der UV-Strahlen abblocken und hat einen natürlichen LSF von rund 4.

ÄTHERISCHE ÖLE

Auch manche ätherische Öle bieten einen gewissen Schutz vor UV-Strahlen.

Dazu zählen Lavendelöl mit einem LSF bis zu 5,5 und Eukalyptusöl mit einem LSF bis zu 2,5.

Du kannst die Öle verwenden, um ein bisschen Duft in deine Sonnencreme zu bringen.

Verwende bitte auf keinen Fall Zitrusöle, wenn du vor hast, in die Sonne zu gehen. Das kann unschöne braune Flecken auf der Haut ergeben.

DAS REZEPT

Nun aber zu dem eigentlichen Rezept deiner Sonnencreme.

AM EINFACHSTEN

Am einfachsten machst du es dir, wenn du deine Körpercreme mit Zinkoxid mischst.

So hast du genau die Creme, die du jeden Tag verwendest, aber mit einem Sonnenschutz.

Dafür kannst du jedes Rezept verwenden, das dir gefällt.

DIE CREME

Um ein paar der oben erwähnten Inhaltsstoffe zu verwenden, kannst du dieses Rezept ausprobieren.

Was du brauchst:

  • 27g Kokosöl
  • 20g Sheabutter
  • 7g Sesamöl
  • 3g Jojobaöl (pflegt deine Haut)
  • 3g Vitamin E (spendet Feuchtigkeit, schützt vor freien Radikalen und konserviert)
  • 15 Tropfen ätherische Öle
  • Zinkoxid nach gewünschtem LSF

So geht’s:

Du erhitzt die festen Bestanteile, mischt sie zusammen mit den Ölen und lässt deine Creme abkühlen. Erst wenn sie handwarm ist, gibst du Vitamine E und die ätherischen Öle hinzu. In einen Behälter abfüllen und fertig ist deine Sonnencreme.

Dieses Rezept ergibt eine geschmeidige Creme mit Lichtschutzfaktor.

Wenn du es aber lieber etwas leichter magst, dann geht das auch ganz einfach

DAS GEL

Du kannst also einfach Aloe Vera Gel verwenden und auch daraus eine Sonnencreme machen.

Entweder du mischt unter das Gel das Zinkoxid, oder du nimmst Aloe Vera Saft und bindest ihn zum Gel. Dann noch Zinkoxid dazu und dein Sommergel ist fertig.

Oder du gehst einen Kompromiss ein und arbeitest das pflegende Aloe Vera Gel noch in deine Sonnencreme ein.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Sommer!

Fühl’ dich pudelwohl!

Herzliche Grüße,

2017-06-18T16:19:39+00:00

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