Was du selbst für dein körperliches und emotionales Wohlbefinden tun kannst

Superfood

Superfood Suppe – und wieso du Chia-Samen & Co getrost im Regal stehen lassen kannst

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass in fast jedem Wirtshaus Suppen als Vorspeise angeboten werden? Hast du schon einmal darüber nachgedacht, weshalb es bei den Großeltern immer eine Suppe vor jeder Mahlzeit gibt?

Die Suppe war in jeder Epoche und ist in jedem Land bekannt. Sie zählte schon immer zum Grundnahrungsmittel. Aus ihr entstanden erst andere Gerichte wie Brühen, Eintöpfe und Breie. Sie hat eine lange und durchaus erfolgreiche Geschichte.

Von vielen Ärzten und Vertretern der alternativen Medizin wurde Suppe als Heilmittel eingesetzt.Hildegard von Bingen zum Beispiel empfiehlt sie gegen Gelenkschmerzen. Sie wurde auch gegen Lepra oder Melancholie eingesetzt.

In der chinesischen Medizin gibt es die Kraftsuppe. Sie spendet extrem viel Lebensenergie und baut deinen gesamten Organismus auf.

Egal, ob du Beschwerden hast oder nicht: Eine Suppe, die richtig lange gekocht wurde, ist ein wahres Superfood!

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DIE SACHE MIT DEN SUPERFOODS

Ich weiß schon, heutzutage sind Chia-Samen, Acai-Beeren und sonstige exotische Zutaten  „in“. Sie erleben einen richtigen Boom und die Ernährungsindustrie verdient sich krumm und blöd damit.

Meine persönliche Meinung zu diesen angeblichen Superfoods ist recht einfach erklärt. Wenn man sich richtig ernährt und im Einklang mit der Natur lebt, braucht man dieses angebliche Superfood nicht. Man kann es natürlich mit einbringen, wenn man unbedingt viel Geld ausgeben möchte, aber es ist nicht notwendig.

Eine gesunde Lebensweise versorgt dich mit allem, was du brauchst. Du bist auf kein “Superfood” angewiesen.

Nur auf Superfood zu bauen und sich ansonsten nicht an eine gesunde Lebensweise zu halten, wird auch nichts bringen. Man kann keine Krankheit und auch keine Beschwerden verringern, wenn man weiterhin so liebt wie bisher, dafür aber täglich einen Chia-Pudding isst.

SO SPARST DU GELD

Eine Suppe kostet im Gegensatz zu den angepriesenen Superfoods nicht sonderlich viel, hilft dir aber tatsächlich enorm weiter.

Natürlich ist es auch hier so, dass es dir nichts bringt, wenn du dir den ganzen Tag Fast Food in den Bauch wirfst und dazu alle paar Wochen einmal eine Suppe isst. Du musst schon ein bisschen konsequenter sein, wenn du Resultate haben möchtest.

Aber eine richtig lang gekochte Suppe gibt dir schon beim ersten Mal ein gutes Gefühl. Du fühlst dich energiegeladener und deine Mitte freut sich, weil sie nicht viel Arbeit mit der Verwertung hat.

SO WENDEST DU DEIN NEUES SUPERFOOD AN

Um dein neues Superfood, die Kraftsuppe, richtig anzuwenden, musst du zunächst einmal die richtigen Zutaten besorgen.

Du brauchst:

  • Suppenfleisch (Rind oder Huhn)
  • Bei einer Rindsuppe außerdem Rinderknochen
  • Suppengemüse
  • Eine Zwiebel (Bei einer Rindsuppe)
  • Gewürze nach Wahl
  • Einlagen nach Wahl

Die Einkaufsliste ist nicht sonderlich lang und die Zutaten sind auch nicht sehr teuer. Wenn du bedenkst, dass du sicher vier Portionen aus diesen Zutaten gewinnst, zahlt es sich gleich noch mehr aus.

Achte bitte darauf Bio-Qualität zu kaufen. Du wirst den Unterschied schmecken.

Um deine Suppe nun zuzubereiten, bringst du erst einmal Wasser in einem sehr großen Topf zum Kochen. Das Fleisch und die Knochen, falls du eine Rindsuppe machst, kannst du bereits in den Topf zum Wasser geben.

Solltest du eine Rindsuppe machen, wird sich ein gräulicher Schaum in deinem Topf bilden. Den schöpfst du bitte vollständig ab. Wenn dein Wasser kocht und du den Topf vom Schaum befreit hast, schwitzt du eine Zwiebel, die du einfach nur in zwei Teile geschnitten hast, kurz in etwas Öl an und gibst sie zu dem Fleisch ins Wasser.

Ab hier gilt das Rezept für deine Rindsuppe und auch für deine Hühnersuppe.

Wenn das Wasser kocht, gibst du dein zuvor abgeschältes Suppengemüse und die Gewürze deiner Wahl in den Topf. Das Ganze lässt du dann mindestens drei Stunden lang kochen.

Je länger deine Suppe kocht, desto energiereicher wird sie. In manchen Kulturen wird sie über Nacht oder gar ein paar Tage lang gekocht. Und ja, das Gemüse ist danach zerkocht. Wenn du gerne Gemüse als Einlage möchtest, würde ich extra eines kochen.

Bevor du deine Suppe servierst, schmeckst du sie am besten noch einmal ab und bereitest natürlich die Einlagen vor. Fertig! Du kannst deine Kraftsuppe nun genießen und nachfühlen, wie es dir damit geht.

Du kannst übrigens so ziemlich jedes Gemüse für deine Suppen verwenden. Es muss nicht immer Suppengemüse sein. Experimentiere ruhig ein bisschen.

FÜR VEGETARIER UND VEGANER

Solltest du dich für einen vegetarischen oder veganen Lebensstil entschieden haben, muss ich dich teilweise enttäuschen. Du wirst ohne Fleisch keine richtige Kraftsuppe machen können. Ich erkläre dir gerne wieso und gebe dir auch eine Alternative mit auf den Weg.

Aus Fleisch gewinnt man, nach der chinesischen Medizin, sehr viel Qi – also Lebensenergie. Das ist alleine mit Gemüse einfach nicht machbar. Gerade wenn man die Kraftsuppe einsetzt, um wieder zu neuer Energie zu kommen, ist das darin enthaltene Fleisch unbedingt notwendig. Die chinesische Ernährungslehre funktioniert nur mit Fleisch, weil ihm eben extrem energiespendende Eigenschaften nachgesagt werden.

Ich verstehe und respektiere natürlich trotzdem, wenn du vegetarisch oder vegan leben möchtest. Auch für dich gibt es Rezepte nach der chinesischen Medizin, mit denen du deine Lebensenergie aufbauen kannst. Aber die klassische Kraftsuppe funktioniert so nicht.

Du kannst dir natürlich stattdessen eine Gemüsesuppe machen. Alle Nahrungsmittel, die sehr lange gekocht werden, spenden dir viel Energie. Da ich ohnehin davon ausgehe, dass meine Blog-Artikel von Menschen gelesen werden, die lieber Vorbeugen als Heilen möchten, kannst du dir so sehr gut aushelfen.

EINE ANMERKUNG ZUM ABSCHLUSS

Im Übrigen sind alle Lebensmittel, die sehr lange gekocht werden, wahre Energiespender. Wenn du dir Eintöpfe machst, freut sich deine Mitte unglaublich und du wirst dich so richtig gut fühlen.

Beispiele für Eintöpfe sind unter anderem Chili con Carne – oder auch non Carne -, jede Form von Gulasch oder auch Ragout. Wenn du dir selbst Pasta machst, dann koche die Sauce einfach lange und sie wird dir viel mehr Energie geben.

  • Thomas sagt:

    Hallo Natascha!

    Super Artikel, aber zu spät, hab gestern erst 10,- € in Chia-Samen investert 🙈🙈🙈.

    lG Thomas

    • Natascha sagt:

      Hallo Thomas!

      Bring sie zurück und tausche sie gegen einen Einkaufswagen voll Suppengrün. 😉

      Oder nutze sie sinnvoll und mach dir eine gute (und teure) Marmelade damit. 😉 Lass es dir schmecken!

      Herzliche Grüße,
      Natascha

  • Volker sagt:

    Nach meinem Wissensstand werden Vitamine und Mineralstoffe durch Erhitzung zerstört. Insbesondere bei Gemüse. Je stärker und je länger die Lebensmittel erhitzt werden, um so mehr Vitamine und Mineralstoffe gehen verloren, bis das Lebensmittel praktisch tot ist.

    Du empfiehlst nun genau das Gegenteil, nämlich ganz laaaaange zu kochen. Kannst Du begründen, warum dies entgegen der Meinungen, die ich bislang gehört habe, besonders sinnvoll und energiespendend sein soll?

    Liebe Grüße

    Volker

    PS: Das Theme Deines Blogs ist tatsächlich sehr ungewöhnlich und dürfte einen hohen Wiedererkennungswert haben.

    • Natascha sagt:

      Hallo Volker!

      Das ist natürlich eine gute Frage. In der chinesischen Medizin wird keine Rücksicht auf Vitamine und Mineralstoffe gelegt. Es ist wesentlich wichtiger die Lebensmittel lange zu kochen. Durch das Kochen wird, nach chinesischer Medizin, erst das Qi – also die Lebensenergie – der Nahrung freigesetzt, sodass wir uns Energie durch die Nahrung holen können.

      Ein netter Ausspruch ist: Wenn du Angst um deine Vitamine hast, dann iss täglich einen Apfel. Das reicht vollkommen.

      Ich hoffe, ich konnte deine Frage ausreichend beantworten.

      Herzliche Grüße,
      Natascha

  • Ursula sagt:

    Hallo,

    interessanter Artikel. Passend dazu kann ich den Slowcooker empfehlen….darin koche ich schon seit einer ganzen Weile alle möglichen Gerichte, hautpsächlich auch “Eintöpfe” mit Rindfleisch und jeder Menge Gemüse drin. Das ganze “kocht” in dem Slowcooker dann mehrere Stunden, bevorzugt nachts gestartet, so dass es mittags um 12 Uhr, wenn ich vom Arbeiten komme, fertig ist. Wir alle hier lieben diese Gerichte, weil sie so sensationell gut schmecken…durch das lange Kochen wird das Rindfleisch butterzart und zergeht auf der Zunge, und alles schmeckt sehr aromatisch, weil es so gut “durchgezogen” ist. Die Temperatur soll im Slowcooker ja etwas niedriger sein als 100 Grad, bei mir “simmert” es aber durchaus am Rand….

    Also, ich kann dieses Gerät nur allen berufstätigen empfehlen! Und wie ich nun lese, ist das auch noch sehr gesund…

  • klebefolie sagt:

    Das sind echt gute Tipps, vielen dank. Hab aus diesem Beitrag einiges gelernt 🙂

    Lg Lisa

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