Innere Unruhe: Wie Spiritualität dir helfen kann

Wir leben in einer hektischen Welt. Alles muss immer schneller gehen. Da kann es leicht passieren, dass dieser Stress dazu führt, dass wir eine innere Unruhe verspüren.

Aber selbst, wenn du dich aus anderen Gründen innerlich unruhig fühlst – vielleicht bist du einfach auf der Suche, willst so schnell wie möglich deine persönlichen Ziele erreichen, oder hast schlichtweg einige negative Dinge hintereinander erlebt – du bist nicht alleine.

Die hektischen Anforderungen des Lebens in unserer heutigen Zeit haben dazu geführt, dass sich viele Menschen unverbunden fühlen.

Vielleicht brauchst du eine spirituelle Verbindung, um ein Gefühl des Gleichgewichts, der Balance, im leben zu finden. Für den Anfang reicht es ja aber schon, einfach nur einmal den Affenzirkus in deinem Kopf abzuschalten und eben innerlich ruhig zu werden.

WAS IST SPIRITUALITÄT?

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Viele verwechseln Spiritualität mit Religion und glauben, dass spirituelles Wohlbefinden nur aus religiösen Überzeugungen kommen kann.

Dabei entsteht das spirituelle Gleichgewicht nicht nur durch das Bekenntnis der Religion. Ja, manche Menschen suchen Religion für ihre Spiritualität, aber Spiritualität kann auch ohne Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion erreicht werden.

Um mit diesem Mythos aufzuräumen, hat mein Freund, Markus Cerenak, einen tollen Gastartikel bei mir geschrieben. Du kannst ihn dir gerne hier durchlesen: Was ist Spiritualität? 6 Schritte für Zweifler und Vernunftmenschen

SPIRITUALITÄT GEGEN DIE INNERE UNRUHE

Spiritualität hilft dir dabei, an dich selbst zu glauben und das Beste aus dir und deinem Leben zu machen. Dein Glaube (an dich) und deine Überzeugungen können dir dabei die innere Kraft geben, selbst die größten Herausforderungen im Leben zu meistern.

Wenn du ein spirituelles Bewusstsein entwickelt hast, kannst du ehrlich auf andere reagieren, unabhängig von der Situation. Du bringst deine wahren Werte zum Ausdruck und stehst zu jeden Zeitpunkt dazu. Du verstehst den Sinn deines Lebens und bist im Einklang mit dir selbst. Du bringst dein wahres Selbst zum Strahlen und entfaltest dein volles Potenzial. Kurzum: Du führst ein erfülltes Leben.

Aber als allererstes willst du ja einmal die innere Unruhe beseitigen.

Auch das funktioniert. Mit täglicher und konsequenter Praxis sogar ziemlich schnell.

Wichtig ist einfach, dass du dran bleibst und nicht nach kürzester Zeit wieder aufhörst, weil du noch keine für dich wahrnehmbaren Veränderungen siehst. Die Veränderungen kommen nach und nach und es kann eine Weile dauern bis du sie bewusst wahrnimmst.

Das ist wie bei einem Schnitt in den Arm. So lange du ihn hast, tut er dir weh und du musst daran denken. Sobald er aber nicht mehr schmerzt, dauert es eine Weile bis du bewusst bemerkst, dass er weg ist. Er fehlt dir schließlich nicht sonderlich.

DEINE ERSTEN SCHRITTE IN DIE SPIRITUALITÄT

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Du willst innere Ruhe finden. Also ist es am Besten, wenn wir genau hier mit deiner Reise in die Welt der Spiritualität beginnen.

Um den Affenzirkus in deinem Kopf abzuschalten und dich ein bisschen entspannter zu machen, habe ich ein paar Vorschläge für dich.

1. MEDITIERE

Die Meditation ist ein unglaublich toller Weg, um innere Ruhe zu finden.

Ich kann mir vorstellen, dass du genau das jetzt nicht lesen wolltest. Immerhin hast du diese innerliche Unruhe. Dich damit 15 Minuten still hinzusetzen und deine Gedanken auch noch zu beobachten, hört sich da im ersten Moment nicht sonderlich reizvoll an.

Es wird auch ein bisschen dauern bis du dich daran gewöhnst. Aber du wirst lange nicht so viel Zeit dafür brauchen, wie du jetzt vielleicht denkst.

Die ersten paar Male können sich unangenehm anfühlen, wenn dein Verstand gar keine Ruhe gibt, aber von Mal zu Mal wird es besser und du wirst es schließlich als sehr angenehm empfinden, dir diese 15 Minuten Pause zu gönnen.

Setz dich also einfach einmal hin und probier es aus.

Jetzt sofort.

EINE ÜBUNG

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Stelle dir den Timer auf 15 Minuten.

Setz dich bequem hin, Rücken gerade, Beine und Arme nicht verschränkt.

Nimm drei tiefe Atemzüge. Atme tief ein. Und danach wieder tief aus. Einatmen. Ausatmen. Nochmal einatmen und ausatmen.

Jetzt schließe deine Augen.

Beobachte zunächst einmal deinen Atem.

Nimm wahr wie die Luft in deine Nase einströmt, wie deine Lungenflügen sich mit Sauerstoff füllen und dein Bauch sich ausweitet.

Dann atme aus und nimm wahr, wie deine Bauchdecke sich wieder senkt, die Luft langsam aus deinen Lungenflügeln weicht und aus deiner Nase herausströmt.

Vielleicht nimmst du beim nächsten Atemzug die kurze Pause zwischen Ein- und Ausatmen wahr.

Versuche dich die vollen 15 Minuten auf deinen Atem zu konzentrieren. Wenn es dir leichter fällt, kannst du beim Einatmen auch “Einatmen” und beim Ausatmen “Ausatmen” denken. Oder du denkst dir, wie du beim Einatmen gute Energie aufnimmst und beim Ausatmen verbrauchte Energie loslässt. Du kannst auch zählen. Zähle beim Einatmen bis 6, registriere die kurze Pause und zähle beim Ausatmen bis 4.

Wenn dir dazwischen Gedanken kommen, ist das vollkommen in Ordnung. Nimm deine Gedanken wahr, verfolge sie aber nicht weiter. Wenn du bemerkst, dass du in deinen Gedanken hängen geblieben bist, konzentriere dich wieder auf deinen Atem.

Ich bin mir ziemlich sicher, wenn du das 15 Minuten lang durchhältst, bist du schon nach der ersten Meditation wesentlich ruhiger.

Unter uns gesagt, glaube ich, dass du bereits nach den ersten drei tiefen Atemzügen ruhiger bist, aber wir wollen schließlich, dass du die ganzen 15 Minuten durchhältst, um ganz, ganz viel und dauerhaft davon zu profitieren.

2. ENTDECKE DEINEN SEELENPLAN

Um deine innere Unruhe noch weiter in den Griff zu bekommen, kann es ganz gut sein, deinen Seelenplan zu kennen.

Vielleicht verspürst du diese Unruhe, weil du merkst, dass du noch nicht auf dem richtigen Weg bist.

Mal zieht es dich hierhin, dann wieder dorthin. Du bist unentschlossen und dadurch unruhig. Logisch.

Wenn du dich mehr mit deinem Seelenplan beschäftigst und herausfindest, wofür du hier auf dieser Erde bist, wird diese Unruhe automatisch verschwinden.

Wie du deinen Seelenplan finden kannst, beschreibe ich in diesem Artikel: Seelenplan finden: Eine spirituelle Anleitung

3. TU, WAS DIR SPASS MACHT

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Du hast deinen Seelenplan gefunden. Jetzt gilt es noch, ihn auch umzusetzen und genau die Dinge zu tun, die dir Spaß machen.

Löse dich von Verpflichtungen, die dich herunterziehen und dich stressen.

Schließe einen Pakt mit dir selbst und beschließe, nur noch das zu tun, was deinem Seelenplan entspricht und/oder dir Freude bereitet.

Natürlich bin ich nicht so naiv zu glauben, dass auf der Welt immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Aber im Großen und Ganzen hast du die Wahl, dir dein Leben so zu richten, wie du es dir wünscht.

Du hast jede Sekunde die Wahl “Ja” oder “Nein” zu etwas zu sagen. Die Entscheidung liegt ganz alleine bei dir.

Darf ich dir etwas verraten? Die unangenehmen Dinge des Lebens, die man halt trotzdem macht, weil man so ein lieber Mensch ist, fühlen sich gar nicht mehr so unangenehm an, wenn man seinen eigenen Seelenplan verfolgt, seinem wahren Selbst entsprechend lebt und Leichtigkeit in sein Leben gebracht hat.

4. RAUS AUS DER KOMFORTZONE

Das mag etwas widersprüchlich anmuten, wenn es darum geht, deine innere Unruhe zu beseitigen. Dann auch noch raus aus der geliebten Komfortzone, was noch mehr Stress bedeutet?

Ja!

Denn wenn du deine Komfortzone verlässt, lernst du viele neue Dinge kennen, die dir vielleicht sehr viel Spaß machen werden. Du nimmst Herausforderungen an und kannst stolz auf dich sein, wenn du sie mit Bravour meisterst.

Außerdem entkommst du deinem Alltag.

Neue Erlebnisse machen uns glücklich. Alles, was uns aus unserem täglichen Trott bringt, lässt uns das Leben spüren.

Du vergisst dabei all die Problemchen, die im Alltag auf dich warten. Somit verschwindet auch deine innere Unruhe ein stückweit.

Noch ein Punkt, warum das Verlassen der Komfortzone so eine tolle Sache ist: Du entwickelst dich weiter und wächst über dich hinaus.

Wenn du nicht nur deine innere Unruhe loswerden, sondern auch noch dein volles Potenzial entfalten möchtest, ist es unabdingbar Neues zu probieren.

Hier kannst du nachlesen, was sonst noch nötig dafür ist: Dein volles Potenzial ausschöpfen: 10 Wege zum Ziel

5. LASS LOS

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Innere Unruhe bereiten uns oft auch Dinge, auf die wir gar keinen Einfluss haben.

Aber wozu?

Wenn du nichts tun kannst, um eine Sache zu ändern, bringt es dir auch nichts, dich deshalb fertig zu machen.

Ich weiß schon, es gibt Situationen im Leben, da ist das einfacher gesagt als getan.

Wir lassen aber auch oft bei Dingen nicht los, die gar nicht so wichtig sind.

Stell dir deshalb bei deiner nächsten Herausforderung, in der du diese innere Unruhe spürst, die Frage: Ist das wirklich wichtig?

Vielleicht siehst du die Dinge auch nur falsch und machst in deinem Kopf ein viel größeres Problem aus einer Sache als sie wirklich eines ist.

Hier kannst du dir die Frage stellen: Stimmt das wirklich?

ZUM ABSCHLUSS

Am wichtigsten ist, dass du glücklich bist und ein erfülltes Leben lebst.

Wenn du dich wieder einmal getrieben von deiner inneren Unruhe fühlst, dann denke einmal daran, dass das hier dein einziges Leben ist.

Das bedeutet jetzt nicht, dass du noch unruhiger werden sollst, aus Angst, irgendetwas zu verpassen.

Du musst nicht alles auf einmal machen und erreichen, was du dir für dein Leben wünscht.

Aber wenn du dir bewusst bist, dass das hier jetzt gerade DEIN LEBEN ist, das da an dir vorbeizieht, siehst du vielleicht ein, dass dein Leben es wert ist, mit allen Sinnen genossen zu werden.

Das geht aber nur, wenn du auch bei dir bist und das zulässt.

Arbeite nicht nur für deine Ziele, die du irgendwann einmal erreichen willst. Schieb die Dinge, die du liebst nicht nach hinten. Lass los, worauf du keinen Einfluss hast.

JETZT ist immer der beste Zeitpunkt. Auch fürs Glücklich sein.

Fühl’ dich pudelwohl!

Herzliche Grüße,